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B-Klasse F-CELL erreicht siebtes Land der Weltumrundung

B-Klasse F-Cell          B-Klasse F-Cell


Über 5.000 Kilometer durch Australien – F-CELL World Drive startet dritten Streckenabschnitt


59 Tage nach dem Start in Stuttgart hat der F-CELL World Drive den dritten Kontinent auf seiner Weltumrundung erreicht. Von Sydney aus starteten die lokal emissionsfreien Brennstoffzellenfahrzeuge am 29. März auf die Reise nach Melbourne. Von Melbourne führt die Route die Fahrzeuge weiter nach Adelaide. Anschließend brechen die Fahrzeuge auf eine 6-tägige Reise nach Perth auf, die sie durch dünn besiedeltes Gebiet führt.

Die B-Klasse F-CELL starten am 29. März nach Europa und USA/Kanada auf den dritten Streckenabschnitt des F-CELL World Drive. Damit bringt Mercedes-Benz bereits zum zweiten Mal Brennstoffzellenfahrzeuge nach Australien. Die lokal emissionsfreie Technologie wurde bereits in Perth im Rahmen des Projekts HyFLEET:CUTE STEP eingesetzt. Drei Mercedes-Benz Citaro Brennstoffzellen-busse waren hier zwischen 2004 und 2007 im öffentlichen Personennahverkehr im Einsatz und haben ihre Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit mit über 261.000 zurückgelegten Kilometern in „Down Under“ unter Beweis gestellt. „Ein großer Vorteil der Brennstoffzellentechnologie ist, dass sie in den verschiedensten Fahrzeugtypen vom Pkw bis zum Bus eingesetzt werden kann. Darüber hinaus eignet sie sich nicht nur für Kurzstrecken, wie beispielsweise im öffentlichen Nahverkehr, sondern auch für große Distanzen“, so Prof. Herbert Kohler, Leiter E-Drive & Future Mobility in der Forschung und Vorentwicklung sowie Umweltbevollmächtigter der Daimler AG. „Brennstoffzellenfahrzeuge bieten daher für gänzlich unterschiedliche Mobilitätsanspruche ein großes Potenzial zur CO2-Reduktion.“

Nach 13-tägiger Reise quer durch den Süden Australiens und Abstechern auf die berühmte Great Ocean Road, endet die am weitesten vom Zielort entfernte Etappe des F-CELL World Drive am 10. April in Perth. Von hier aus treten die grünen B-Klasse F-CELL ihre letzte Flugreise nach Shanghai in China an. Nach einem mehrtägigen Aufenthalt auf der international bedeutenden Messe „Auto Shanghai“ führt die Tour schließlich von dort mehr als 13.000 Kilometer durch den eurasischen Kontinent, bis sie wieder am Start- und Zielpunkt Stuttgart ankommt.

Die eigene Wasserstofftankstelle im Gepäck
Eine Zielsetzung desF-CELL World Drive ist es, auf den notwendigen Ausbau einer globalen Wasserstoffinfrastruktur aufmerksam zu machen, die den flächendeckenden Einsatz von lokal emissionsfreien Brennstoffzellenfahrzeugen ermöglichen. Bisher existieren weltweit nur wenige öffentliche Wasserstoff-tankstellen, was für die einzigartige Weltumrundung eine große Herausforderung und vor allem einen hohen logistischen Aufwand bedeutet. Bisher konnten lediglich am Startpunkt Stuttgart und in Los Angeles öffentliche Tankstellen genutzt werden. Daher bedarf insbesondere der Betankungsvorgang auf dem F-CELL World Drive einer genauen Planung. Zwei Betankungsteams sorgen auf der Tour dafür, dass die mobile Tankstelle sowohl mittags als auch abends einsatzbereit für die Betankung der B-Klasse F-CELL ist. Die Linde AG transportiert den benötigten Wasserstoff dafür direkt zur Betankungsstation. Dieser wird zunächst in die mobile Betankungseinheit geleitet und dort mit einem Kompressor auf den Zieldruck von 700bar gebracht, mit dem der Wasserstoff schließlich in die B-Klasse F-CELL gefüllt wird.

Herausforderung Flugreise: Vorschriften bestimmen die Abläufe
Für die Weltumrundung müssen die Fahrzeuge per Flugzeug von Kontinent zu Kontinent transportiert werden. Vor dem Hintergrund von Zollvorschriften und anderen Bestimmungen ist auch hier eine genaue Organisation gefragt.
Für den Transport über die Meere steht ein Jumbo-Jet bereit. Hierin finden alle Fahrzeuge und weiteres Gepäck nur dann Platz, wenn sie strikt nach Plan verladen werden. Deshalb war Augenmaß gefordert, als die Automobile in Lissabon und in Seattle in das Flugzeug manövriert wurden. Und natürlich sind dabei auch spezielle Sicherheitsbestimmungen zu berücksichtigen. Deshalb ist auf der ganzen Reise eine Experten-Crew mit dabei, die auf all diese Situationen vorbereitet ist und damit einen reibungslosen Ablauf garantiert. Insgesamt begleiten jeweils rund 20 Techniker aus den verschiedensten Bereichen die Tour auf den einzelnen Streckenabschnitten.

Vorbereitungen der Weltreise
Die Vorbereitungen für das einzigartige Vorhaben begannen schon Monate vor dem Start. Sämtliche Strecken in Europa, USA, Australien, China, Kasachstan und Russland wurden schon vorab gesichtet. Nur so konnte die Route entsprechend aktueller Gegebenheiten und Straßenverhältnissen sowie im Hinblick auf Betankungsorte geplant werden.
Die Tanksituation stellte dabei die größte Herausforderung dar. Sämtliche Tankstopps der Tour wurden bereits vorab definiert und der Reichweite der Fahrzeuge von 380 Kilometern entsprechend genau geplant. Getankt wird auf der Tour zumeist bei Mercedes-Benz Händlern oder Linde-Standorten sowie auf geeigneten Parkplätzen und Raststätten.

Mit der B-Klasse F-CELL emissionsfrei durch Nordamerika
Vor der Reise durch Australien legten die Fahrzeuge an 18 Fahrtagen, drei Tagen mit lokalen Veranstaltungen und vielen Ausfahrten für Film- und Fotoaufnahmen jeweils rund 10.000 Kilometer auf nordamerikanischem Boden zurück. Dabei gelang es den Teilnehmern den Durchschnittsverbrauch der B-Klasse F-CELL von 1,18 kg Wasserstoff pro 100 Kilometer in Europa auf nun 1,15 kg zu senken. Der Verbrauchsrekord in den USA lag bei 0,88 kg pro 100 Kilometer. Das entspricht umgerechnet einem Dieseläquivalent von weniger als 3 Litern pro 100 Kilometern. Außerdem nutzte Mercedes-Benz die Tour zu Besuchen bei Partner-unternehmen in Nordamerika. So war der F-CELL World Drive am 10. März bei dem Elektroautohersteller Tesla Motors zu Gast und stattete der Automotive Fuel Cell Cooperation (AFCC) in Vancouver (Kanada) einen Besuch ab, die gemeinsam mit den Forschungs- und Entwicklungskollegen von Daimler in Deutschland die Brennstoffzellenstacks für die B-Klasse F-CELL entwickelt. Diese Gelegenheit nutzte Mercedes-Benz um zukünftige Schritte auf dem Gebiet der Elektro-mobilität anzukündigen: der Autohersteller wird ab 2013 Brennstoffzellenstacks in einem eigenen Werk in Vancouver (Kanada) produzieren.

Mercedes-Benz F-CELL World Drive
Während des F-CELL World Drive fahren drei Mercedes-Benz B-Klasse F-CELL durch 14 Länder über 4 Kontinente – einmal um den Globus. Die von Mercedes-Benz veranstaltete Weltumrundung startete am 30. Januar 2011 in Stuttgart und dauert 125 Tage – in Anlehnung an das 125- jährige Automobil-Jubiläum – bis die Fahrzeuge nach 30.000 Kilometer Fahrstrecke Anfang Juni wieder in Stuttgart ankommen. Ziel ist es, die technische Reife und Alltags-tauglichkeit von Elektrofahrzeugen mit Brennstoffzelle zu demonstrieren und gleichzeitig auf die Notwendigkeit einer flächendeckenden Wasserstoff-infrastruktur aufmerksam zu machen. Bei der Wasserstoffversorgung auf der Tour wird der Stuttgarter Autobauer von der Linde AG unterstützt.

Etappe 13  Etappe 13
Von Sydney nach Melbourne

Von Sydney aus begaben sich die drei B-Klasse F-CELL Fahrzeuge am 29. März auf die dreizehnte Etappe und starten damit den dritten Streckenabschnitt des F-CELL World Drive. In 3 Tagen wird die Tour rund 1.300 Kilometer hinter sich lassen. Einen Tag vor dem Australien-Start nahmen darüber hinaus australische Medien am 28. März im Rahmen einer Presseveranstaltung die Gelegenheit zu einer Testfahrt mit der B-Klasse F-CELL wahr.
 
 Etappe 14 Etappe 14
Von Melbourne nach Adelaide

Nach einer Veranstaltung für lokale Pressevertreter am 1. April in Melbourne startet der F-CELL World Drive am 2. April zur 14. Etappe nach Adelaide. Auf der zweitägigen Reise legen die Fahrzeuge rund 1.000 Kilometer zurück. Bei Ankunft in Adelaide gibt es für die Tour schließlich Grund zu feiern: die Hälfte der 125-Tage dauernden Weltreise ist bereits geschafft.

 Etappe 15 Etappe 15
Von Adelaide nach Ceduna

Am 4. April startet der F-CELL World Drive auf die 15. Etappe von Adelaide nach Ceduna. Damit beginnt auch der zweite Teil des F-CELL World Drive: bereits die Hälfte der insgesamt 125 Tage dauernden Tour haben die Teilnehmer hinter sich gebracht. Bis Ceduna absolvieren die Fahrzeuge auf dieser Etappe mehr als 900 Kilometer.

 Etappe 16 Etappe 16
Von Ceduna nach Perth

Von Ceduna nach Perth erwartet die Teilnehmer ab dem 6. April die längste Etappe des F-CELL World Drive. In vier Tagen absolvieren die Fahrzeuge mehr als 2.000 Kilometer bis sie an der Westküste in Perth ankommen. In Perth endet der australische Streckenabschnitt. Insgesamt legen die Fahrzeuge auf diesem Kontinent hier 5.300 Kilometer an elf Fahrtagen zurück.



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