Mercedes-Benz B-Klasse F-CELL unterwegs in den USA
Von
Weltumseglern, Stacks und Roadstern:
F-CELL World
Drive durchquert Nordamerika
Ab dem 25. Februar absolviert der F-CELL World Drive seinen zweiten Streckenabschnitt: Drei auffällig grüne B-Klasse F-CELL sind von von Fort Lauderdale an der nordamerikanischen Ostküste auf die erste nordamerikanische Etappe nach New Orleans gestartet. Insgesamt legen die Fahrzeuge in den USA und Kanada rund 7.500 Kilometer zurück, bis sie von Seattle aus ihre Reise nach Australien fortsetzen. Zuvor war der F-CELL World Drive bereits mehr als 3.600 km in Europa unterwegs.
Noch bis zum 18. März tourt der F-CELL World Drive einmal quer über den nordamerikanischen Kontinent, um die Potentiale der Brennstoffzellen-technologie zu demonstrieren. Darüber hinaus bekräftigt Mercedes-Benz mit dem bislang einzigartigen Vorhaben seine Forderung nach dem Aufbau einer weltweit flächendeckenden Wasserstoff-Infrastruktur. „Spätestens 2015 erreicht die Brennstoffzellentechnologie bei uns die Marktreife. Ab dann wären wir in der Lage, mehrere 100.000 Fahrzeuge in unterschiedlichen Baureihen auf die Straße zu bringen. So planen wir zum Beispiel auch eine Limousine mit Brennstoffzellenantrieb und werden damit unser Portfolio an lokal emissions-freien Fahrzeugen erweitern. Bis dahin muss eine Infrastruktur stehen, die den Alltagsbetrieb der Fahrzeuge ermöglicht“, so Dr. Thomas Weber, im Vorstand der Daimler AG zuständig für Konzernforschung und Entwicklung Mercedes-Benz Cars. „Es ist jetzt also Zeit, Gas zu geben und das Wasserstoff-Tankstellennetz konsequent auszubauen.“
Lokal emissionsfrei von Miami bis Seattle
Der zweite Teil des F-CELL World Drive führt die drei Brennstoffzellenfahrzeuge über den nordamerikanischen Kontinent, von Miami aus quer durch die USA bis ins kanadische Vancouver. Von Seattle aus geht es schließlich per Flugzeug nach Australien. Die Fahrt offenbart dabei auch die Lücken in der amerikanischen Wasserstoff-Infrastruktur. Bis zum Ende der USA-Tour werden die B-Klasse F-CELL auf 18 Etappen rund 35 Mal betankt – jedoch nur einmal an einer öffentlichen Wasserstofftankstelle in Torrance, Los Angeles.
Für Aufmerksamkeit sorgt während der Tour nicht nur die auffällig grüne Lackierung der B-Klasse F-CELL, die bereits auf der Detroit Motor Show Aufsehen erregte. Lokale Veranstaltungen in San Francisco, Sacramento, Salem und Vancouver bieten Gelegenheit zum intensiven Austausch über die Brennstoffzellentechnologie mit lokalen Medien, Besuchern und Einwohnern.
Darüber hinaus erwartet die Teilnehmer während der etwa dreiwöchigen Reise ein abwechslungsreiches Programm, das neben ausgiebigen Fahrerlebnissen mit der B-Klasse F-CELL auch interessante Informationen zum Thema nachhaltige Mobilität bietet. Bereits am 1. März stattet die Tour dem Daimler Mobilitäts-projekt car2go im texanischen Austin einen Besuch ab. Der nächste Programmpunkt findet am 10.März bei Tesla Motors in Palo Alto statt und bietet Gelegenheit zu einem intensiven Austausch über das Thema Elektromobilität. Tesla entwirft und baut hochleistungsfähige Elektrofahrzeuge und liefert Komponenten des Antriebsstranges an führende OEMs. Tesla fertigt die Lithium-Ionen-Batterie und das Batterieladegerät für den smart fortwo electric drive sowie die Mercedes-Benz A-Klasse E-CELL. In Vancouver sind die Teilnehmer zu Gast bei der Automotive Fuel Cell Cooperation (AFCC). Hier wurde zum Beispiel in enger Zusammenarbeit mit den Daimler Forschungs- und Entwicklungs-kollegen aus Deutschland der Brennstoffzellen-Stack für die B-Klasse F-CELL entwickelt. Das Unternehmen wurde 2007 mit Daimler als Mehrheitseigner (50,1 Prozent) gegründet. Zudem trifft der F-CELL World Drive in Vancouver auf den Abenteurer und Forscher Mike Horn und seine PANGAEA-Expedition, deren Hauptsponsor Mercedes-Benz ist. Per Segelschiff steuert die PANGAEA-Expedition seit Oktober 2008 alle Kontinente sowie den Nord- und Südpol an. Expeditionsleiter Mike Horn gestaltet auf seiner Reise um den Globus gemeinsam mit Jugendlichen aus aller Welt ökologische und soziale Projekte.
Mit Wasserstoff im Huckepack durch Europa
Vor dem Start in den USA bewiesen sich die Fahrzeuge bereits auf einer mehr als 3.000 Kilometer langen Strecke durch den Süden Europas. Der symbolische Startschuss für die Tour fiel während des Festakts zum 125-jährigen Automobiljubiläum am 29. Januar in Stuttgart, einen Tag später brachen die B-Klasse F-CELLauf die erste Etappe nach Paris auf. Über Frankreich und Spanien ging es in die portugiesische Hauptstadt Lissabon.
Dabei machten schon die ersten Meter der einzigartigen Weltreise den Handlungsbedarf in Sachen Wasserstoffversorgung deutlich. Die mitfahrenden Teilnehmer aus den USA. und China erlebten auf der Fahrt, dass auch ein Brennstoffzellenfahrzeug wie die B-Klasse F-CELL dynamischen Fahrspaß und hohe Reisegeschwindigkeiten bietet. Auf deutschen Autobahnen hielten sie die Fahrzeuge auf 170 km/h. Die Auswirkungen dieses Fahrstils zeigten sich später, als die Tanks von zwei der drei Fahrzeugen ca. 40 Kilometer vor dem geplanten Tankstopp leer waren. Es blieb die Erkenntnis, dass auch bei Brennstoffzellen-fahrzeugen schnelles Fahren zu Mehrverbrauch führt und jeder Fahrzeuglenker mit einer ökonomischen Fahrweise länger lokal emissionsfrei unterwegs sein kann. Das eigentliche Ziel der Teilnehmer lautete, auf den weiteren Etappen durch angepasste Fahrweise einen möglichst geringen Verbrauch bei komfortablem Temposchnitt zu erzielen. Im Zuge dessen wurde von einem der Fahrer sogar der von NEFZ (Neuer Europäischer Fahrzyklus) zertifizierte Wert von umgerechnet 3,3 Liter Kraftstoff (Diesel-Äquivalent) je 100 Kilometer unterboten, der zu einer Reichweite von 380 Kilometern führt.
Für Mercedes-Benz sind diese Startschwierigkeiten vor allem Beleg für den Handlungsbedarf in Sachen Wasserstoffversorgung. Dieser wird auch von der Tanksituation auf dem F-CELL World Drive untermauert. Am Startpunkt Stuttgart wurden die Fahrzeuge noch an der öffentlichen Wasserstoff-Tankstelle der OMV betankt. Bis zum vorläufigen Etappenziel Lissabon musste die Tour aber auf Alternativen, wie das eigens für die Tour entwickelte mobile Betankungsfahrzeug, zurückgreifen. Dieses wurde in Zusammenarbeit mit der Linde AG entwickelt, die auch die Wasserstoffversorgung für die gesamte Welt-Tour sicherstellt. Eine große Herausforderung, da der Wasserstoff an jedem der Betankungsstopps zur richtigen Zeit, mit der richtigen Menge und dem erforderlichen Reinheitsgrad zur Verfügung stehen muss.
Trotz dieser teilweise schwierigen Bedingungen, die eine Weltreise mit sich bringt, stand für die Teilnehmer der Tour nach ausgiebigen Testfahrten fest, dass die B-Klasse F-CELL absolut alltagstauglich ist. Wie sich zudem beim abendlichen Routinecheck in Lyon herausstellte, sind auch Marder von der Technologie überzeugt. Zwei von Raubtierzähnen verursachte Löcher in Kühlschläuchen sorgten so für die ersten kleineren Reparaturen am Brennstoffzellenfahrzeug.
Mercedes-Benz F-CELL World Drive
Während des F-CELL World Drive fahren drei Mercedes-Benz B-Klasse F-CELL durch 14 Länder über 4 Kontinente - einmal um den Globus. Die von Mercedes-Benz veranstaltete Weltumrundung startete am 30. Januar 2011 in Stuttgart und dauert 125 Tage, bis die Fahrzeuge nach 30.000 Kilometer Fahrstrecke Anfang Juni wieder in Stuttgart ankommen. Ziel ist es, die technische Reife und Alltagstauglichkeit von Elektrofahrzeugen mit Brennstoffzelle zu demonstrieren und gleichzeitig auf die Notwendigkeit einer flächendeckenden Wasserstoff-Infrastruktur aufmerksam zu machen. Bei der Wasserstoffversorgung auf der Tour wird der Stuttgarter Autobauer von der Linde AG unterstützt.
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Etappe 6 Von Fort Lauderdale nach New Orleans Der erste Streckenabschnitt des F-CELL World Drive in den U.S.A. begann 25. Februar 2011 mit der Etappe von Fort Lauderdale nach New Orleans. Vom 25. bis 27. Februar durchquerten die Fahrzeuge die vier Bundesstaaten Florida, Alabama, Mississippi und Louisiana und absolvierten dabei 1.460 Kilometer. |
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Etappe 7 Von New Orleans nach San Antonio Die siebte Etappe führte die drei B-Klasse F-CELL Fahrzeuge von New Orleans in Lousiana über mehr als 1070 Kilometer in das texanische San Antonio. Unterwegs machte die Tour noch einen Zischenstopp beim Mobilitätsprojekt car2go in Austin. |
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Etappe 8 Von San Antonio nach Phoenix Von San Antonio aus begaben sich die drei B-Klasse F-CELL Fahrzeuge am 3. März auf die achte Etappe. Die Fahrt über den Staat New Mexiko nach Phoenix in Arizona ist dabei mit mehr als 1600 Kilometer die längste Etappe in den USA. In San Antonio nutzte die Tour daher den 2. März um allen Beteiligten eine Pause zu gönnen. |
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Etappe 9 Von Phoenix nach Los Angeles Die neunte Etappe führte die B-Klasse F-CELL Fahrzeuge am 6.März von Phoenix ins kalifornische Los Angeles. Auf der Fahrt über San Diego legte der F-CELL World Drive 770 Kilometer zurück. Am Etappenziel Los Angeles konnten die Mercedes-Benz B-Klasse F-CELL schließlich zum ersten und einzigen Mal in den U.S.A. an einer öffentlichen Wasserstoff-Tankstelle innerhalb von drei Minuten voll betankt werden. |
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Etappe 10 Von Los Angeles nach Sacramento Am 39. Tag der Weltreise startete der F-CELL World Drive auf die 10. Etappe, die nordwärts durch den Küstenstadt Kalifornien verläuft. Dabei führt die Strecke sowohl durch San Francisco als auch in die Hauptstadt Kaliforniens, Sacramento. Insgesamt werden auf diesem Streckenabschnitt 950 Kilometer zurückgelegt. Mit lokalen Veranstaltungen, wie in San Francisco und Sacramento, gibt Mercedes-Benz darüber hinaus Interessierten die Möglichkeit, sich über Potentiale der Brennstoffzellen- technologie und die B-Klasse F-CELL zu informieren. Auch ein Besuch bei Tesla Motors in Palo Alto ist Teil dieser 10. Etappe. |
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Etappe 11 Von Sacramento nach Salem Auf der elften Etappe geht es für den F-CELL World Drive vom kalifornischen Sacramento nach Salem, die Hauptstadt des Bundesstaates Oregon. Insgesamt 870 Kilometer werden dabei von jedem einzelnen der drei Fahrzeuge lokal emissionsfrei zurückgelegt. |
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Etappe 12 Von Salem nach Vancouver Vor dem Start der zwölften Etappe veranstaltete Mercedes-Benz am 14. März in Salem ein Event für lokale Politiker, um auch in der Politik das Bewusstsein für die Potentiale der Brennstoffzellentechnologie zu erhöhen. Am 15. März starten die Fahrzeuge zunächst nach Seattle, bevor die Tour am nächsten Tag die Grenze zu Kanada überquert. Das Ziel der 46. Tagesstrecke lautet Vancouver. Auf der kürzesten Etappe in den USA wird der Kilometerstand so um weitere 580 erweitert. Bevor es für die Fahrzeuge zurück nach Seattle und schließlich nach Australien geht, erleben die Teilnehmer im kanadischen Vancouver eine weitere Presse-Veranstaltung am 17. März. Eine Besichtigung der Automotive Fuel Cell Cooperation ist ebenso Teil des Programms. Insgesamt legten die Fahrzeuge auf dem nordamerikanischen Kontinent rund 7.500 Kilometer zurück. |
zur B-Klasse F-Cell Tour durch Australien









